Was ist eigentlich Hautalterung?

Typische Alterszeichen zeigen im Verlauf des Lebens besonders an der Gesichtshaut.
Der Prozess der Hautalterung wurde in den letzten 25 Jahren systematisch untersucht. Dabei zeigte sich, dass neben biologischen zeitabhängigen Alterungsprozessen, der sog.
intrinsischen Alterung oder Zeitalterung, auch äussere Faktoren, z.B. Umwelteinflüsse, Lebensgewohnheiten und Verhaltensweisen massive Auswirkungen auf den Hautalterungsprozess haben, sog. extrinsische Alterung oder Umweltalterung.
Die
intrinsische Alterung oder Zeitalterung beschreibt die normalen biologischen Alterungsvorgänge der Haut. Alle Hautschichten werden dünn die Funktion der Hautdrüsen lässt nach. Dies führt zu einer zunehmend dünnen, trockenen Haut. Fältchen und Falten sind außerdem Folge der Abnahme der elastischen Fasern in der Lederhaut. Wie schnell und ausgedehnt dies geschieht ist genetisch bedingt und wird durch Stoffwechselprozesse und hormonelle Einflüsse mitbestimmt.
Umwelteinflüsse und individuelle Lebensgewohnheiten beeinflussen die Hautalterung ganz entscheidend. Deshalb ist es auch sinnvoll
Umweltalterung und Zeitalterung getrennt voneinander zu betrachten. Bei der Umweltalterung der Haut kommt der  lebenslangen UV-Bestrahlung die größte Bedeutung zu, so dass man hier auch von Photoaging (deutsch: Lichtalterung) spricht. Aber auch andere Faktoren, wie schlechte Durchblutung der Haut durch Rauchen, begünstigen die Alterungsvorgänge entscheidend. Vor allem UV-A Strahlen (Sonne und Solarium gleichermaßen) dringen tief in die Haut ein und zerstören dort das Bindegewebe. Das Ergebnis nennt man Elastose. Diese ist an der zu schlaffen, runzeligen und faltigen Haut erkennbar. Am Hals und im Brustausschnitt führt chronische Lichteinwirkung zu dünner trockener Haut, Hautrötung und Gefäßzeichnung und oft zur sogenannten Gänsegurgelhaut (derbe Haarbälge, die aus der dünnen Haut herausragen). Auch Altersflecken sowie eine gelblich-fahle Hautfarbe entstehen durch chronische UV-Belastung.
Diese wirklich störende Hautalterung ist also in erster Linie Folge ungünstiger äusserer Einflüsse und Lebensgewohnheiten. Deshalb finden sie sich vor allem dort, wo viel Sonnenlicht eingewirkt hat: Im Gesicht und an den Händen.
Wissenschaftliche Entwicklungen und neue Erkenntnisse haben
Behandlungsmöglichkeiten gegen kosmetisch störende Begleitumstände des Älterwerdens aufgezeigt, die noch vor einem Jahrzehnt undenkbar waren. Anti-Aging Strategien nennen dies die Mediziner - Ausdruck der wissenschaftlich geprägten neuen Sicht auf die Alterungsvorgänge.
Was allerdings tatsächlich gegen Falten und die typischen alterungsbedingten Hautveränderungen hilft, ist individuell sehr verschieden. Unsere Hinweise hier stellen demzufolge keine Empfehlungen dar, sondern informieren Sie über bestimmte Methoden. Was im Einzelfall in Frage kommt und was nicht, bleibt stets dem persönlichen Gespräch mit dem Arzt nach einer Untersuchung vorbehalten.


Foto: Harald Soehngen - Fotolia

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